Kirche St. Peter & Paul, Wilferdingen

Wir bauen eine Kirche
Für viele Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg bedeutete die Kirche Geborgenheit und geistige Heimat. Die katholischen Einwohner von Remchingen gehörten zur Pfarrei Bilfingen. Zur Taufe der Kinder kamen die Priester aus Bilfingen in die Wohnungen, Erstkommunion oder Hochzeiten wurden in der Johanneskirche in Bilfingen gefeiert. Wollte man den Gottesdienst besuchen, musste man sich ebenfalls auf den Weg nach Bilfingen machen. Da man sich einen Saal mit Tabernakel wünschte, war man gezwungen, einen geeigneten Bauplatz zu suchen und den bisherigen Gottesdienstraum (die evangelische Kirche in der Kirchstraße) zu verlassen. Als Platz bot sich das heutige Grundstück an der Schwarzwaldstraße an. Der Bauplatz konnte zunächst nur auf Erbpacht erworben werden. 1957, kurz vor der Konsekration der Kirche, konnte man das Grundstück von der Staatsdomäne erwerben.

Der Bau kann beginnen
Nach langer Vorbereitung konnte im Mai 1953 mit dem Bau der Kirche begonnen werden. Um Kosten einzusparen wurden freiwillige Helfer eingesetzt. Der Keller war bereits 1953 fertiggestellt, so dass die Grundsteinlegung vorgenommen werden konnte. Der Rohbau wurde noch im Herbst desselben Jahres Fertiggestellt. Da das Gebiet um die Kirche noch nicht erschlossen war, mussten lange Versorgungsleitungen eingebracht werden. Während des Baus unserer Kirche wandte sich der geschichtskundige evangelische Wirt des Remchinger Hofes an Pfarrer Schweizer, man möge die Kirche doch nach den Patronen der historischen Remchinger Kirche "Peter und Paul" benennen. Diesem Wunsch wurde nach Rücksprache mit dem Ordinariat entsprochen. Die Benediktion der Kirche Kirche erfolgte am 21.03.1954 durch den geistlichen Rat Alfred Schwaer, die Konsekration durch Bischof Augustin Olbert am 1.9.1957.
Bau und Verschönerungsmaßnahmen
Während der vergangenen 50 Jahre wurden verschiedene Maßnahmen in der Kirche vollzogen. Die heutige Innenansicht der Kirche wurde 1989 und den darauffolgenden Jahren gestaltet. Als neuen Schmuck für den Altarraum wurde das Bild eines Lebensbaumes von Frau Ursula Gröger aus Pforzheim entworfen und umgesetzt. Der Ambo wurde im Stil des Altarraumbildes gestaltet. Der Taufstein aus der alten evangelischen Kirche in Wilferdingen wurde mit einem Deckel versehen. Ebenfalls wurde ein Ständer passend zum Lebensbaum für die Osterkerze gestaltet und am Altarraum platziert. Die weitere Ausgestatung der Kirche zog sich bis 1992 hin, als eine gotische Marienfigur auf der rechten Seite und die Namenspatronen im Altarraum aufgestellt wurden.
Eine Pfeifenorgel für die Kirche
1996 hatte die bis dahin verwendete elektrische Orgel ausgedient. Der Pfarrgemeinderat beschloss deshalb die Anschaffung einer gebrauchten Pfeifenorgel aus dem Jahre 1960, welche zum Kauf angeboten wurde. Am 31. Januar 1996 verschaffte man sich ein genaueres Bild der Orgel und fuhr nach Dortmund-Syburg. Alle waren sich einig dass die veranschlagten Kosten in Höhe von 55.000 DM gut angelegt sind.
Am 20.05.1996 machte sich dann ein Abbauteam von Gemeindemitgliedern auf nach Dortumnd um die Orgel zu demontieren und nach Remchingen zu transportieren. Von Mai bis November wurde die Orgel nun grundlegend gereinigt und neu aufgebaut. Am 23. November erfolgte dann die Orgelweihe. Seit dem erklingt sie nun zu unseren Gottediensten.
(Quelle: Festschrift 50 Jahre St. Peter und Paul Remchingen 2004)
Am 20.05.1996 machte sich dann ein Abbauteam von Gemeindemitgliedern auf nach Dortumnd um die Orgel zu demontieren und nach Remchingen zu transportieren. Von Mai bis November wurde die Orgel nun grundlegend gereinigt und neu aufgebaut. Am 23. November erfolgte dann die Orgelweihe. Seit dem erklingt sie nun zu unseren Gottediensten.
(Quelle: Festschrift 50 Jahre St. Peter und Paul Remchingen 2004)
